Wie werden die Mindestlänge für die Dichtung und der Mindest-Außendurchmesser der Dichtung bestimmt?
Die Mindestlänge für die Dichtung wird als eine Funktion aus Druckunterschied, Leckrate, Leiterabmessungen, Spannung und Betriebstemperaturbereich berechnet. Die Länge der meisten Dichtungen liegt zwischen 7,7 mm (0,30 Zoll) und 25 mm (1 Zoll) oder mehr. Längere Dichtungen weisen in der Regel höhere Druckbewertungen auf. Die Stärke einer Dichtung kann bei geringem Druck (weniger als 10 bar) oder Raumtemperatur (max. 80º C) nur 2,5 mm (0,10 Zoll) betragen oder sogar noch dünner sein.
1000 bar erfordern eine Länge von 25 mm oder mehr. Damit sich die Dichtung ordnungsgemäß mit der Aderisolierung verbindet, empfehlen wir in der Regel Längen zwischen 12 und 25 mm, obwohl auch Dichtungen mit nur 2,5 mm (0,10 Zoll) zum Einsatz kommen, beispielsweise bei Anwendungen bei geringem Druck und bei Umgebungstemperatur.
Der Außendurchmesser der Dichtung wird durch die Anzahl und Größe der Leiter, die elektrische Abschirmung, das Gehäusematerial (Metall oder Plastik) sowie die Größe und Art der O-Ring-Abdichtung, falls ein O-Ring verwendet wird, bestimmt. Geringe Drahtdurchmesser von AWG Nr. 22 (0,78 mm) oder weniger können um Kerne mit 1,3 mm (0,050 Zoll) angeordnet werden. Größere Drahtleiter erfordern größere Abstände für eine elektrische und mechanische Zuverlässigkeit, ab 2-3 mm oder mehr.
Hoher Druck über 30 bar, Temperaturen zwischen mehr als 80º C und 200º C oder Spannungen von über 1000 V AC erfordern möglicherweise auch ein wenig größere Abstände. Die elektrische Abschirmung (Ummantelung) oder Litze erhöht ebenfalls den Dichtungsdurchmesser, besonders wenn die Abschirmung durch die Dichtung geführt werden soll. In Wirklichkeit nimmt die Abschirmung ebenso viel Platz ein wie ein Ring aus einzelnen Drähten um den mittleren Draht herum.




